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Gemeinnützige Baugenossenschaft Nördlingen legt Jahresabschluss-Bericht 2021 vor

Stehend von links: Franz Grimmeiß, Michael Langenbucher, Hedwig Stoll, Johannes Hauke, Erwin Hauke, Hermann Häfele, Wolfgang Winter, Julia Bruckmeier, Blasius Wizinger, David Wittner, Swetlana Kloster.
Sitzend von links: Erich Lokietsch, Anni Grögel, Elisabeth Prestel, Helmut Wurm. Bild: Doris Dollmann
Nach der Veröffentlichung des Jahresabschluss-Berichts des Jahres 2021 ist nach wie vor allem die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum ungebrochen.

Die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg führten auch bei der Gemeinnützigen Baugenossenschaft Nördlingen zu Beeinträchtigungen, vor allem was die Bautätigkeit betrifft. Dennoch sollen ab Anfang des Jahres 2023 weitere 15 Familien-Wohnungen in der Stollberger Strasse 63 zur Verfügung stehen, so Geschäftsführender Vorsitzender Blasius Wizinger im Rahmen der Mitgliederversammlung im Klösterle.

Instandsetzung und Neubau

Der Wirtschaftsplan ist geprägt von Ausgaben für Instandhaltungsmaßnahmen, Modernisierungen und einen Wohnungsneubau. Wie dem Geschäftsbericht zu entnehmen ist, sind für den Neubau drei Millionen Euro vorgesehen, für die Instandhaltung 740.000 Euro und für Modernisierungen 75.000 Euro. Im Vordergrund steht dabei die Energieeffizienz. Über 75 Prozent der Wohnungen sind bereits mit einer Zentralheizung ausgestattet. Finanziert werden die Investitionen größtenteils über Eigenmittel und zinsgünstige Darlehen der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau). Dieses Förderprogramm wurde jedoch Anfang dieses Jahres von der Bundesregierung gestoppt. Bei der Auftragsvergabe setze man auf bewährte, einheimische Handwerksbetriebe. Derzeit betreut die Baugenossenschaft 1.419 Wohnungen mit 457 Garagen bzw. Garagenstellplätzen. Im Eigentum der Genossenschaft befinden sich 710 Mietwohnungen, 199 Garagen, drei Unterstellplätze und ein Laden.

Nachfrage ungebrochen

Alleine könnte die Stadt der hohen Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum nicht gerecht werde, erklärte Oberbürgermeister David Wittner. Deshalb sei die 1918 gegründete Genossenschaft eine wichtige Institution für guten, sicheren und sozialverantwortlichen Wohnungsbau. Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum sei ungebrochen. Im zurückliegenden Geschäftsjahr wurden laut Wizinger 525 Bewerbungen verzeichnet. Die Miete wurde im September 2022 um lediglich drei Cent pro Quadratmeter auf 5,05 Euro erhöht. Bei anderen kommunalen Wohnungsunternehmen in Bayern liegt der Durchschnitt bei 6,60 Euro pro Quadratmeter. Grund für die Erhöhung sei der Preisanstieg bei den Energiekosten, die wiederum über die Betriebskosten, also Wasser-, Abwasser, Müllgebühren und Versicherungen auf die Miete umgelegt werden.

Einstimmige Entlastung

Per Handzeichen erteilten die Mitglieder dem Vorstand die Entlastung. Ebenfalls einstimmig sprachen sie sich dafür aus, den Bilanzgewinn in Höhe von 61.535 Euro dem Eigenkapital zuzuführen, das damit auf insgesamt 11.547.974,53 Euro steigt. Die Verbindlichkeiten werden mit 11.074.678,47 Euro angegeben.

Wahl und Ehrungen

Derzeit zählt die Nördlinger Baugenossenschaft 1.161 Mitglieder mit 6.047 Geschäftsanteilen. Wiedergewählt wurde Johannes Hauke als Aufsichtsrat. Die Position von Helmut Wurm, der nach 30 Jahren aus dem Aufsichtsrat ausschied, wird erst 2023 neu besetzt werden. Zahlreiche Personen wurden von Aufsichtsrat-Vorsitzendem Franz Grimmeis für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt, u.a. für 60 Jahre Mitgliedschaft Erwin Hauke und die Sparkasse Nördlingen/Dillingen.

Optimistisch in die Zukunft

„Die Vermögens- und Finanzlage im Berichtsjahr 2021 kann als gut bezeichnet werden.“, so Wizinger wörtlich. Die wirtschaftliche Lage sei geordnet und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werde sich voraussichtlich auch weiterhin positiv entwickeln. Allerdings seien die Prognosen für das folgende Geschäftsjahr wegen der andauernden Corona-Krise und den Folgen des Ukraine-Krieges mit Unsicherheiten verbunden. Diese Risiken gelte es zu beobachten um bei Bedarf geeignete Maßnahmen zu ergreifen.