Nachhaltigkeit

Lettenbauer lädt zum Gespräch zur Heizwende ein

Lettenbauer mit den Vorsitzenden der Handwerkverbände. Bild: Elisa Pfaff
Die Landtagsabgeordnete Eva Lettenbauer hält den direkten Draht zu Betrieben und lud die Vorsitzenden der mit Heizungen befassten Handwerksverbände aus Nordschwaben zu einem Gespräch zur Heizwende ein.

„Vom Bau bis zur Heizungstechnik spielen handwerkliche Betriebe in der Region eine wichtige Rolle auf dem Weg zu einer bezahlbaren, nachhaltigen und energieeffizienten Zukunft für uns alle“, so die Abgeordnete. Die Bundesregierung hat vor Kurzem die Neuerungen im Gebäude-Energie-Gesetz verabschiedet und damit die Energiewende im Gebäudebereich auch in Nordschwaben eingeleitet, um Klimaschutz zu stärken, Verbraucherinnen und Verbraucher vor Kostenfallen durch Preissprünge bei Öl und Gas zu schützen und Deutschland unabhängiger von importierten, fossilen Energien zu machen. Die Innungsvertreter und die Abgeordnete waren sich einig, dass junge Menschen sich unbedingt öfter für eine Ausbildung im Handwerk entscheiden sollten, denn der Beruf ist sicher.

Lettenbauer plädiert für mindestens zwei einwöchige Praktika im Lehrplan in allen Schulen. Ab dem 1. Januar 2024 bringt das Gesetz nur für neu eingebaute Heizungen in Häusern in Neubaugebieten die Vorgabe mindestens 65 Prozent erneuerbare Energie zu nutzen. Hierzu zählen beispielsweise Wärmenetze, Wärmepumpen, Holzheizungen, Solarthermie-Heizungen, Heizungen mit grünen Gasen, verschiedene Hybridlösungen. „Für Bestandsgebäude und Häuser außerhalb von Neubaugebieten gelten, wenn eine vorhandene Heizung irreparabel kaputt geht, Übergangsfristen von fünf bis zu 13 Jahren“, so Lettenbauer.

Die Frist beginnt erst, nachdem die jeweilige Kommune eine Wärmeplanung abgeschlossen hat, Ausnahmen in Härtefällen sind möglich. Lettenbauer informierte auch über die finanzielle Unterstützung durch die Bundesregierung bei der Umstellung auf erneuerbare Heizungen in Höhe von 30 bis 70 Prozent der Kosten, für den von ihr sehr empfohlenen individuellen Sanierungsfahrplan von 80 Prozent der Kosten, und betont: „So ist die Wärmewende für alle bezahlbar und planbar“. (pm)