Klimaschutz

Ministerpräsident Söder zu Gast bei Taglieber Holzbau

Von links: MdB Ulrich Lange, Landrat Stefan Rössle, Erwin Taglieber, MdL Wolfgang Fackler und Ministerpräsident Dr. Markus Söder beim Rundgang über das Firmengelände von Taglieber Holzbau. Bild: Thomas Oesterer
Beim Betriebsbesuch von Ministerpräsident Markus Söder bei der Firma Taglieber Holzbau GmbH in Oettingen wurde vor allem über die Themenfelder Holzbau, Klimaschutz und Nachhaltigkeit diskutiert.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder war am Mittwoch zu Gast bei der Firma Taglieber Holzbau in Oettingen. Bei dem Betriebsbesuch und einer kleinen Vorstellungs- und Diskussionsrunde ging es vor allem um die Themenfelder "Holzbau und Klimaschutz". Markus Söder machte dabei recht schnell klar, warum gerade die Firma Taglieber für den Besuch ausgesucht worden war. "Ich habe in der letzten Zeit häufiger festgestellt, dass erfolgreiche Mittelstandsunternehmen während der Corona-Krise häufig zu kurz kommen. Als mir dann Ulrich Lange von der Firma Taglieber erzählt hat, musste ich nicht lange überlegen." Für den Ministerpräsidenten besteht eine direkte Verbindung zwischen dem Baustoff Holz, den bayerischen Wäldern und einem längst überfälligen Umdenken in Sachen Klimaschutz. 

Taglieber setzt auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Eine Sichtweise, die er mit der Firma Taglieber teilt, wie die Präsentation von Erwin Taglieber, Geschäftsführer der Taglieber Holzbau GmbH, eindrucksvoll zeigte. Taglieber selbst ist als Präsident des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR) u. a. federführend für die Einführung des Klimaschutztages am 19. September verantwortlich, der in diesem Jahr zum ersten Mal in Deutschland stattfindet. Nicht nur im Auftrag für andere, auch im eigenen Unternehmen setzt Taglieber auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit. "Wir erzeugen in unserem Unternehmen das 1,5-fache an Energie selbst, die wir für unsere Produktion eigentlich benötigen würden", so der Unternehmer. Auch in der kommenden Generation ist die Firma sehr gesund aufgestellt und kann als Familienunternehmen im Sinne des Gründers weitergeführt werden. "Aktuell ist geplant, dass ich in drei Jahren aus dem operativen Geschäft ausscheide, und meine Kinder das Unternehmen übernehmen, darauf bin ich sehr stolz", erklärte Taglieber. 

Klimaziele schnellstmöglich umsetzen

Für die kommenden Jahre hat auch die bayerische Landesregierung um Ministerpräsident Söder klar formulierte Ziele. "Wir wollen bis 2040 klimaneutral sein. Für mich persönlich ist dieser Zeitpunkt der letztmögliche", erklärte Söder, und sagte weiter: "Der Wandel im Klimaschutz ist für mich ein politisches und auch ein ganz persönliches Anliegen." Den Landkreis Donau-Ries, aber auch ganz Bayern sieht Söder dabei als mögliche Modellregion, in der Wohlstand und Nachhaltigkeit ideal vereinbar sind. Um die Klimaziele schnellstmöglich umzusetzen habe die Regierung allein 2021 eine Milliarde Euro an Geldern zu Verfügung gestellt - bis ins Jahr 2040 seien weitere 20 Milliarden Euro geplant, so Söder.

Rundgang durch das Unternehmen 

Im Anschluss an die Diskussionsrunde führte Erwin Taglieber noch durch die Fertigungshallen des Unternehmens. Das Besondere: Fertigungshallen und Firmengebäude seien durch ihre Passivbauweise viel energieeffizienter als herkömmliche Gebäude. Ähnliches zeigt das Unternehmen auch in seinem Musterhausprojekt "GrünerLeben", das in Nördlingen umgesetzt wurde. "Unser Musterhaus kann zu fast 70 Prozent autark versorgt werden - in Sachen Nachhaltigkeit ist also schon jetzt viel möglich", erklärte Erwin Taglieber stolz. 

Ministerpräsident Dr. Markus Söder (m.) verfolgt bei der Betriebsführung interessiert die Ausführungen von Taglieber-Geschäftsführer Erwin Taglieber (l.). Bild: Thomas Oesterer