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Vom Hobby zum Nebenverdienst: Selbstgemachte Produkte von zuhause aus verkaufen

Selbstgemachte Produkte sind im Trend. Bild: stock.adobe.com/Artem
In Deutschland werden angehende Selbständige oft von bürokratischen Hürden abgeschreckt. Doch die formalen Anforderungen für die Gründung eines eigenen Betriebs sind nicht so kompliziert wie anfangs angenommen.

Viele Menschen haben entdeckt, dass aus ihren Hobbys profitable Geschäftsideen entstehen können. Einige Beispiele dafür sind:

Der Businessplan als Leitfaden

Bevor Sie jedoch direkt ein Gewerbe anmelden und sich durch den gesamten Prozess kämpfen, lohnt es sich, etwas Zeit in einen Businessplan zu investieren. Er dient als Leitfaden für die Gründung und den Betrieb eines Unternehmens und hilft dabei, alle Geschäfte strukturiert zu durchdenken und zu planen. Der Zweck des Plans die Ideen, Ziele und Strategien aufzuzeichnen, um eine klare Richtung zu geben.

Falls für den Betrieb kein Fremdkapital notwendig ist, muss der Businessplan nicht unbedingt professionell aussehen, sondern sollte vor allem die wichtigsten Aspekte der Geschäftsidee umfassen. Dafür gibt es online Vorlagen oder Sie können einen eigenständig anfertigen. Er muss jedoch folgende Punkte umfassen:

  1. Executive Summary
  • Zusammenfassung aller wesentlichen Inhalte des Plans
  1. Geschäftsidee
  • Beschreibung der Geschäftsidee und des Problems, das sie löst
  • Darstellung des Produkts oder der Dienstleistung
  1. Marktanalyse und Wettbewerb
  • Zielgruppenanalyse
  • Identifizierung von Marktvolumen und Wettbewerber
  1. Vision und Ziele
  • Unternehmensvision
  • Definition von kurz-, mittel- und langfristigen Zielen
  1. Strategie
  • Positionierung im Markt
  • Maßnahmen für das Wachstum
  1. Marketing
  • Marketingmaßnahmen und Partnerschaften
  1. Rechtsform und Steuern
  • Genehmigungen und Firmenname
  1. Unternehmerorganisation
  • organisatorische Strukturen und Rollen
  1. Finanzen
  • Umsatzprognosen
  • allgemeine finanzielle Situation
  1. Analyse Stärken & Schwächen (SWOT)
  • SWOT-Analyse
  • Strategien zur Risikominimierung

Dieser Schritt ist sinnvoll, um in erster Linie festzustellen, ob das Geschäftsmodell überhaupt tragfähig oder eher zum Scheitern verurteilt ist. Denn in Deutschland überstehen ungefähr ein Drittel aller neugegründeten Unternehmen die ersten drei Jahre nicht. Zudem schafft der Businessplan einen klaren Überblick, Orientierung und Struktur, da er die Kosten, Strategie und Ziele umfasst.

Anschließend ist es an der Zeit, den nächsten Schritt zu wagen, um den neuen Betrieb offiziell zu gründen. Doch bevor Sie sich auf den Weg machen, sollten Sie sich eingehend mit den Anforderungen und Schritten der Firmengründung vertraut machen. Die persönlichen Voraussetzungen sind:

Die Wahl der Rechtsform ist ein weiterer wichtiger Schritt einer Firmengründung und sollte sorgfältig durchdacht werden, da sie weitreichende Auswirkungen auf die Haftung, Steuerbelastung und Verwaltung eines Unternehmens hat.

Von der Idee zum offiziellen Start

Um Ihr Nebengewerbe offiziell anzumelden, sollten Sie sich mit den notwendigen Amts- und Behördengängen vertraut machen.

Gewerbeanmeldung

Der erste Schritt zur Anmeldung eines Nebengewerbes erfolgt beim örtlichen Gewerbeamt. Dort müssen Sie einen Gewerbeschein beantragen. Auf dem Anmeldeformular muss angegeben werden, dass es sich um ein Nebengewerbe handelt, da die Unterscheidung zwischen Haupt- und Nebengewerbe entscheidend ist.

Rechtsform

Diese variiert je nach individuellen Bedürfnissen und Zielen. Sie könnten sich beispielsweise für eine Einzelunternehmung, eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) oder eine GmbH entscheiden. Die gewählte Rechtsform hat Auswirkungen auf die Haftung, Steuerbelastung und Verwaltung.

Für den Anfang ist es oft ratsam, sich für eine Rechtsform zu entscheiden, die weniger komplexe rechtliche und administrative Anforderungen mit sich bringt. Bei einem Kleingewerbe sind die Gründungsformalitäten in der Regel weniger aufwendig, und die laufenden Verwaltungsaufgaben sind überschaubarer. Das heißt jedoch nicht, dass es bei dieser Rechtsform auch nicht einiges zu beachten gibt.

Kleingewerbe unterscheiden sich in zwei Hauptrechtsformen:

  • Einzelunternehmer und
  • Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR).

Ein Einzelunternehmer betreibt seinen Betrieb allein und behält die volle Kontrolle über sämtlichen geschäftlichen Entscheidungen. Dies ermöglicht eine einfache und schnelle Gründung, da keine komplizierten Verträge oder Vereinbarungen erforderlich sind. Darüber hinaus hat der Einzelunternehmer die Flexibilität, das Geschäft nach seinen eigenen Vorstellungen zu gestalten. Allerdings trägt er auch das gesamte finanzielle Risiko und haftet persönlich für alle Verbindlichkeiten des Betriebs.

Im Gegensatz dazu bietet die GbR die Möglichkeit, ein Kleingewerbe gemeinsam mit bis zu zwei weiteren Personen zu gründen. Dies kann Vorteile in Bezug auf die Verteilung von Verantwortlichkeiten und Ressourcen bringen. Durch die Beteiligung mehrerer Personen können unterschiedliche Fähigkeiten und Ressourcen kombiniert werden, um das Unternehmen erfolgreicher zu führen. Jedoch müssen sich die Mitglieder einer GbR auf gemeinsame Entscheidungen einigen und tragen auch zusammen das finanzielle Risiko.

Finanzamt

Nach der Gewerbeanmeldung erhalten Sie vom Finanzamt einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung. Dort müssen Angaben zu dem Gewerbe und der eigenen steuerlichen Situation gemacht werden. Das Finanzamt wird Ihnen auch eine Steuernummer zuweisen, die Sie für Ihre geschäftlichen Transaktionen benötigen.

Betriebsnummer

Wenn Mitarbeiter in dem Nebengewerbe beschäftigt werden, muss eine Betriebsnummer beim Arbeitsamt beantragt werden. Diese Nummer ist für die Anmeldung zur Sozialversicherung und bei der Krankenkasse erforderlich.

Industrie- und Handelskammer (IHK)

Als Gewerbetreibender sind Sie verpflichtet, Mitglied einer Industrie- und Handelskammer (IHK) zu werden. Sie ist eine wichtige Anlaufstelle für Unternehmer und bietet eine Vielzahl von Dienstleistungen und Informationen.

Berufsgenossenschaft

Alle Betriebe müssen sich bei der zuständigen Berufsgenossenschaft anmelden. Sie sind fundamentaler Bestandteil eines Unternehmens da sie dazu beitragen Berufskrankheiten vorzubeugen und Unfälle im Betrieb zu verhüten.

Bild: stock.adobe.com/AnnaStills

Auf dem Weg zum Kunden

Nachdem alle rechtlichen und administrativen Fragen geklärt sind, steht dem Start nichts mehr im Wege. Es ist an der Zeit, die Vermarktung der Produkte in Angriff zu nehmen, um potenzielle Kunden anzusprechen und das neue Unternehmen bekannt zu machen.

Eine der wichtigsten Maßnahmen in der Vermarktung ist die Entwicklung einer funktionalen Website. Sie dient als digitale Visitenkarte eines Betriebs und ist oft der erste Berührungspunkt für Kunden. Daher sollte sie benutzerfreundlich, informativ und ansprechend gestaltet sein. Es ist nicht zwingend erforderlich, dass die Website von einem Profi gestaltet ist.

Heutzutage hat jeder die Möglichkeit eine Website aufzustellen, auch ohne umfangreiche technische Kenntnisse oder große finanzielle Investition. Plattformen wie WordPress, Wix oder Shopify bieten benutzerfreundliche Tools und Vorlagen, mit denen selbst Anfänger ohne Programmierkenntnisse eine ansprechende Website erstellen können.

Es ist wichtig, dass die Website übersichtlich ist, sodass sich die Nutzer leicht orientieren und relevante Informationen schnell finden. Dabei dürfen Sie jedoch nicht die Optimierung für mobile Endgeräte vergessen, da immer mehr Menschen ihre Smartphones zum Surfen im Internet nutzen.

Ein weiterer effektiver Vertriebskanal ist der Einsatz von Online-Marktplätzen, auf denen Sie Ihre Produkte präsentieren und verkaufen können. Plattformen wie Amazon, eBay oder Etsy bieten eine große Reichweite und ermöglichen es, die Produkte einem internationalen Publikum zugänglich zu machen.

Effektive Logistik

Doch die Website reicht für eine Bestellung noch nicht aus. Der Prozess für die Verarbeitung von Bestellungen muss gut vorbereitet sein, um sicherzustellen, dass Kundenanfragen effizient bearbeitet und Produkte pünktlich geliefert werden. Dies erfordert die richtige Ausrüstung.

Zunächst benötigen Sie einen Computer oder ein Tablet, um die Bestelldetails einzusehen und Rechnungen zu erstellen. Des Weiteren ist ein Drucker nötig mit dem Sie die Rechnungen und Lieferscheine drucken.

Für den Versand sind weitere Verpackungsmaterialien unerlässlich. Dazu gehören:

Diese sollten Sie ausreichend auf Lager haben, damit alle Bestellungen schnell verschickt werden. Doch Verpackungsmaterialien nehmen oft viel Platz in Anspruch. Deshalb eignen sich platzsparende Lösungen wie Faltschachteln besonders gut. Ihre robuste Kartonqualität leistet ausreichend Schutz für den Transport damit die Produkte unversehrt bei den Kunden ankommen.

Hierfür lohnt es sich, einen Hersteller zu finden, der nicht nur eine Vielzahl von Verschlussarten und Formaten anbietet, sondern auch maßgeschneiderte Optionen für individuelle Anforderungen bereitstellen kann. Außerdem gibt es heutzutage nachhaltige Alternativen für Verpackungen, sei es aus recycelten Materialien, biologisch abbaubaren Stoffen oder ressourcenschonenden Produktionsverfahren.

Umweltbewusstere Lösungen bieten zudem die Möglichkeit, das Markenimage zu stärken. Für letzteres gibt es noch weitere Strategien wie das Branding mit dem Firmenlogo, Slogans oder anderen grafischen Elementen auf den Verpackungen. Dadurch wird die Markenpräsenz verbessert und das Unternehmen als professionell und vertrauenswürdig positioniert.

Bild: stock.adobe.com/ronstik

Herausforderungen und Strategien

In einem Markt, der überflutet ist, kann es eine große Herausforderung sein, sich als neues Unternehmen hervorzuheben. Die Vielfalt an Produkten macht es schwierig, die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden zu gewinnen und sich einen Platz in ihren Köpfen und Herzen zu sichern. Dies führt oft dazu, dass neue Betriebe untergehen, bevor sie überhaupt die Chance haben, ihr volles Potenzial zu entfalten.

Trotz dieser Herausforderung gibt es jedoch Strategien, mit denen angehende Selbstständige ihre Chancen auf Erfolg verbessern können. Eine Möglichkeit besteht darin, eine klare Positionierung im Markt zu finden und sich auf eine bestimmte Nische oder Zielgruppe zu konzentrieren. Indem Sie sich auf einen spezifischen Bereich spezialisieren, heben Sie Ihre Einzigartigkeit und Expertise hervor.

Darüber hinaus ist eine effektive Markenkommunikation entscheidend, um Ihre Botschaft klar und konsistent zu vermitteln und ein positives Image aufzubauen. Dies umfasst nicht nur die Gestaltung einer ansprechenden visuellen Identität, sondern auch die Entwicklung einer starken Markengeschichte und die Nutzung verschiedener Kanäle, um Ihre Zielgruppe zu erreichen.

Zusätzlich ist auch eine effektiver Kundenservice unerlässlich, um das Vertrauen und die Loyalität der Kunden zu gewinnen. Wenn Sie auf Anfragen schnell und professionell reagieren, bauen Sie eine positive Beziehung zu den Kunden auf.

Letztendlich ist es wichtig, kontinuierlich zu lernen und sich weiterzuentwickeln, um mit den sich ständig verändernden Marktanforderungen Schritt zu halten. Dafür müssen Sie offen für Feedback sein, aus Ihren Erfahrungen lernen und sich an neue Trends und Entwicklungen anpassen.

Dieser Artikel wurde uns von einem Partner zur Verfügung gestellt und ergänzt das redaktionelle Angebot von Donau-Ries-Aktuell. Der Inhalt muss nicht zwangsläufig mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen und ist eine bezahlte Werbepartnerschaft.