Schulentscheid

Vorlesewettbewerb am Theodor-Heuss-Gymnasium

(v.l.n.r.): Emily Herbold, Emma Wiedemann, Ralf Baur und Alina Steinmeyer

Bild: Maximiliane Böckh
„Wer zu lesen versteht, besitzt den Schlüssel zu großen Taten, zu unerträumten Möglichkeiten.“, sagte einst der Schriftsteller Aldous Huxley. Ganz in diesem Sinne, dass Lesen eine echte Superkraft ist, wird seit 1959 alljährlich der bundesweite Vorlesewettbewerb von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels veranstaltet. Etwa 600.000 Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen nehmen daran teil. Zunächst werden die einzelnen Klassensieger ermittelt, die dann beim Schulentscheid antreten. Für die Schulsieger geht es dann beim Kreisentscheid weiter.

Auch das Theodor-Heuss-Gymnasium Nördlingen ist jedes Jahr beim Vorlesewettbewerb mit dabei; nach den beiden vergangenen Jahren, die ganz im Zeichen der Corona-Pandemie standen, konnte heuer wieder ein Schulentscheid als Präsenzveranstaltung mit Publikum stattfinden. So lasen Emily Herboldt, Ralf Baur, Emma Wiedemann und Alina Steinmeyer nicht nur vor der Jury vor, sondern vor allen ihren Klassenkameradinnen und -kameraden. Emily und Emma waren dabei kurzfristig für die erkrankten Klassensiegerinnen Ella Beck und Johanna Bruglachner eingesprungen.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Leiter der Schulbibliothek, Thomas Abele, lasen die vier Schulfinalisten zunächst einen selbstgewählten Abschnitt aus einem Lieblingsbuch vor. Emily Herboldt stellte „Die Mitternachtsfreunde“ von Ingrid Uebe vor, Ralf Baur „Allein in der Wildnis“ von Gary Paulsen. Emma Wiedemann hatte den sechsten Band der „Woodwalkers“-Reihe von Katja Brandis ausgewählt; Alina Steinmeyer las aus „Magyk“ von Angie Sage. Gekonnt entführten die vier Vorleser ihre Zuhörer dabei in ganz unterschiedliche Welten und ließen die Vorgänge um die jeweiligen Protagonisten lebendig werden.
 

In einer zweiten Runde galt es dann, einen unbekannten Text vorzulesen. Thomas Abele hatte hierfür „Die Kurzhosengang“ von Viktor Caspak, Zoran Drvenkar und Yves Lanois ausgesucht. Darin klären Rudolpho, Island, Snickers und Zement, wie sich die vier Freunde nennen, darüber auf, wie sie zu ihrem Namen gekommen sind und warum sie die Geschichte verändert haben. Mit ihrem Können ließen die vier Finalteilnehmer nicht nur einen kanadischen Wintersturm vor dem geistigen Auge des Publikums entstehen, sondern brachten es auch an etlichen amüsanten Stellen zum Lachen. Am Ende überzeugte besonders Ralf Baur mit seinem flüssigen und gut betonten Vorlesen die Jury und wurde somit zum Schulsieger gekürt. Zwischen Januar und März wird er das Theodor-Heuss-Gymnasium Nördlingen dann beim Kreisentscheid vertreten.

Allen Klassensiegern wurden schließlich noch Urkunden überreicht, die Finalteilnehmer erhielten Buchpreise, die von der Buchhandlung Lehmann zur Verfügung gestellt worden waren. (pm)