Gesundheit

Blaualgen im Riedlinger Baggersee

Bild: EBD
Erneut wurden vom Labor des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in der vergangenen Woche an einer nicht dem Badebereich zugehörigen Stelle des Riedlinger Baggersees Blaualgen bestätigt.

Nach eingegangenen Meldungen über mögliche Blaualgen im Riedlinger Baggersee im September, ging erneut eine Verdachtsmeldung am 31.10.2022 im Gesundheitsamt Donau-Ries ein. Wie auch im September hat das Gesundheitsamt umgehend Proben aus verschiedenen Stellen des Badesees gezogen. Im Gegensatz zu den vereinzelten Algennachweisen im September allerdings, meldete das Labor des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in der vergangenen Woche an einer nicht dem Badebereich zugehörigen Stelle des Sees das „reichliche“ Vorkommen bestimmter Blaualgen zurück.

Bei Blaualgen handelt es sich um natürlich in Gewässern vorkommende Cyanobakterien, die teilweise auch giftige Stoffe, sog. „Cyanotoxine“ bilden können, wie z. B. die aktuell nachgewiesene Gattung Microcystis. Diese Stoffe können beim Menschen Symptome wie Hautreizungen oder allergische Reaktionen hervorrufen. In größeren Mengen aufgenommen, wie es beispielsweise bei kleinen Kindern beim Spielen am Uferrand oder Hunden beim Trinken von belastetem Wasser vorkommen kann, können diese Giftstoffe auch lebensgefährlich sein. Erkennbar sind die Algen an der Formation von grünlichen teppichartigen Flächen auf dem Wasser. Diese „Wasserblüten“ können dabei witterungsbedingt rasch auftreten und verschwinden. Ebenfalls ist das Wasser an diesen Stellen stark getrübt. Abhilfe schafft das Meiden der sichtbaren Algenteppiche, so dass z. B. der Wechsel der Zugangsstelle zum See bereits eine geeignete Maßnahme darstellt.

Trockener Oktober ist vermutlich Ursache

Ursächlich für die stark angestiegene Zahl an Algen ist vermutlich der sehr warme und vor allem trockene Oktober gewesen, der dem bereits sehr warmem Sommer folgte. Da außerhalb der Badesaison keine regelmäßigen Kontrollen an dem Badegewässer erfolgen, jedoch Spaziergänger mit Hunden oder vereinzelt Wassersportler insbesondere bei warmem Wetter das Naherholungsgebiet nutzen, hat sich das Gesundheitsamt dennoch für eine Warnung entschieden. Es ist allerdings davon auszugehen, dass mit zunehmendem kalten und regnerischem Wetter die Algen auch wieder rasch verschwinden.
Detailliertere Informationen zu den Cyanobakterien finden Sie auf unserem Merkblatt im Internet auf www.donau-ries.de/riedlingen. (pm)