Gesundheit

Stationäre Versorgung durch Krankenhausreform in Gefahr

Dr. Heike Hasselbach, Prof. Dr. Alexander Wild, Dr. Katrin Baumeister, Dr. Thomas Eberl, Wolfgang Fackler, Dr. Ludwig Düthorn, Pflegedienstleiterin Michaela Rechner, Vorstandsvorsitzender Jürgen Busse und Landrat Stefan Rößle. Bild: S. Izso
Der CSU-Landtagsabgeordnete Wolfgang Fackler hat bei einem Besuch in der Klinik Donauwörth unter anderen mit Chefärzten und dem gKU-Vorstandsvorsitzenden Jürgen Busse über aktuelle Herausforderungen für die Donau-Ries Kliniken diskutiert.

Die Runde kritisierte einhellig die angedachte Krankenhausreform der Bundesregierung. „Die bislang bekannten Ansätze würden zu einer deutlichen Verschlechterung der stationären Versorgung der Landkreisbevölkerung führen. Dies würde der Entwicklung der gKU-Häuser, die in hoher ärztlicher und pflegerischer Qualität die Bevölkerung stationär versorgen, entgegenlaufen“, hieß es. Für die Zukunft sollte es deshalb darum gehen, eine höhere Versorgungsstufe für die Kliniken im Landkreis zu erreichen.

Diesbezügliche Überlegungen werden auch von MdL Fackler und Landrat Rößle unterstützt. Fackler lobte ausdrücklich den Weg, den das gKU eingeschlagen habe, sowohl in medizinischer, pflegerischer aber auch aus wirtschaftlicher Sicht. „Ich werde mich selbstverständlich dafür einsetzen, dass der Freistaat Bayern auch künftig die Kliniken finanziell unterstützt, vor allem mit Blick auf die Geburtskliniken in Donauwörth und Nördlingen“, erklärte Fackler.

Der Ärztliche Direktor der Klinik Donauwörth, Dr. Thomas Eberl, erläuterte das weiterentwickelte Medizinkonzept des gKU - insbesondere den Aufbau der Onkologie in der Klinik für Innere Medizin. Zum Thema „Kinderklinik“ wiesen die Chefärzte darauf hin, dass eine Vielzahl von Kindern und Jugendlichen, insbesondere in der Chirurgie und Orthopädie, bereits stationär versorgt werden. Darüber hinaus wäre der Ablauf bei akuten internistischen Notfällen geregelt.

Fackler erkundigte sich nach dem Stand der geplanten und geförderten Baumaßnahme an der Klinik Donauwörth. Ziele sind der Neubau und die Erweiterung der Intensivstation, die Errichtung eines weiteren Operationssaales und eines Bereiches speziell für ambulante Operationen. Landrat Rößle sieht diese Baumaßnahme für die Entwicklung der Klinik in Donauwörth als wichtig und zukunftsweisend an.

„Der Landkreis wird in den kommenden Jahren weiter wachsen, so dass die medizinische Versorgung der Bevölkerung schritthalten muss und es modernste Versorgungsstrukturen vorzuhalten gilt“, sagte Rößle und dankte auch im Namen des gKU dem Landtagsabgeordneten Fackler für seine Unterstützung. (pm)