Wie bereits berichtet, hatte die 9-jährige Johanna eine lebensgefährliche Situation rechtzeitig erkannt und durch ihre vorbildliche Reaktion die Rettungskette der Wasserwacht in Gang gesetzt. Diese Tat war insbesondere deshalb bemerkenswert, weil zirka 25 weitere Personen in nächster Umgebung die Gefahr nicht erkannten.
Urkunde, Medaille und ein Geschenk
Im Beisein der Wasserwacht, der beiden Geretteten und des Geschäftsführers der ESG Kräuter GmbH, würdigte Andreas Mayer ihren Einsatz und ihre Hilfsbereitschaft und überbrachte ihr den Dank und die Anerkennung der Gemeinde Asbach-Bäumenheim in Form einer Ehrenurkunde und einer Medaille für besondere Verdienste. „Wie Du in diesem Moment reagiert hast, davon kann sich so mancher Erwachsene eine Scheibe abschneiden“ sagte Mayer bei dem persönlichen Treffen im Rathaus. „Ich würde mich freuen, wenn Du Dich auch weiterhin zum Wohle unserer Gemeinschaft engagieren würdest“.
Zusätzlich zu den Ehrenzeichen gab es natürlich auch ein Geschenk, nämlich einen Gutschein für die nahegelegene Eisdiele und eine Zehner-Karte für freien Eintritt ins heimische Hallenbad.
Reaktion nicht selbstverständlich
Die Kreiswasserwacht Nordschwaben und der BRK Kreisverband Nordschwaben bedankte sich ebenfalls bei ihrem jungen Mitglied. Michael Haller betonte stellvertretend, dass gerade das Erkennen von Gefahrensituationen und die richtige Reaktion auch schon bei den Jüngsten ausgebildet werde. Trotzdem sei eine solch vorbildliche Reaktion gewiss nicht selbstverständlich. Am meisten dankbar zeigten sich aber die beiden Geretteten, die als Saisonarbeiter bei der Firma ESG Kräuter in Hamlar beschäftigt sind. Sie richteten ein herzliches „Danke“ an ihre Retterin, ohne deren Eingreifen sie vielleicht heute nicht mehr am Leben wären. Als Geschäftsführer der Firma ESG Kräuter zeigte sich Erhard Schiele sehr großzügig und überreichte Johanna eine Jahreskarte für die ganze Familie für das Legoland in Günzburg und eine Kleinigkeit zum Spielen. Er betonte, dass die Rettung seiner Mitarbeiter ohne Johanna und die ehrenamtlichen Helfer der Wasserwacht wohl nicht gelungen wäre. „Die Gesellschaft lebt vom Engagement im Ehrenamt. Man vergisst schnell, dass diese Menschen ihr Amt in ihrer Freizeit und unentgeltlich ausüben. Ich freue mich, dass die Gemeinde dieses Ehrenamt entsprechend unterstützt“, fügte er hinzu.(pm)