Drei Tage voller Austausch, innovativer Projekte und aktiver Zukunftsgestaltung: Vom 27. bis 29. März 2025 trafen sich 60 Studierende des Bachelorstudiengangs Systems Engineering im Hochschulzentrum Donau-Ries (TCW-Gebäude). Der Ingenieursstudiengang ist ein Verbundprojekt der Technischen Hochschule Augsburg, der Hochschule Neu-Ulm und der Hochschule Kempten.
„Im Studiengang Systems Engineering legen wir großen Wert darauf, technisches Know-how in Mechanik, Elektrotechnik und Informatik mit der Entwicklung von Selbst-, Sozial- und Methodenkompetenzen zu verknüpfen. Kommunikation, Teamarbeit, Konfliktlösung und Projektmanagement sind essenzielle Fähigkeiten für die Ingenieurinnen und Ingenieure der Zukunft – und genau diese fördern wir in unseren Veranstaltungen.“, so sind Prof. Dr. Thomas Kirchmeier, Studiengangleiter Systems Engineering, und Prof. Dr. Jürgen Grinninger überzeugt.
Die Studierenden erlebten ein intensives Programm aus Workshops, Peer Learning und einer Exkursion zur BSH Hausgeräte GmbH in Dillingen. Das Technologie Centrum Westbayern erwies sich als hervorragender Gastgeber und schuf den perfekten Rahmen für das Event und das gemeinsame Arbeiten. Übernachtet wurde im JUFA-Hotel in Nördlingen, das eine ideale Umgebung für den Austausch bot.
Podiumsdiskussion mit Landrat Stefan Rößle
Ein besonderes Highlight war der Auftakt eines praxisnahen Bildungsprojekts: Studierende des zweiten Semesters werden unter der Leitung von Prof. Dr. Constantin Wanninger und Stefan Lange, Teamleiter Systems Engineering der HEITEC AG, in engem Austausch mit den weiterführenden Schulen der Region sogenannte „MINT-Koffer“ konzipieren. Diese interaktiven Lehrmaterialien sollen Kinder und Jugendliche für technische Ausbildungsberufe und Studiengänge begeistern und frühzeitig Berührungspunkte mit Naturwissenschaft und Technik schaffen.
Olaf Preuss, Ministerialrat des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst, David Wittner, Oberbürgermeister von Nördlingen, und Stefan Rößle, Landrat Landkreis Donau-Ries, nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild von der praxisnahen Lehre und den studentischen Projekten zu machen. „Die enge Verzahnung zwischen Hochschule und regionaler Wirtschaft ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Fachkräfteausbildung in Nordschwaben“, betonte Landrat Rößle im Rahmen einer Podiumsdiskussion.
Fokus auf die Fachkräfteausbildung in Nordschwaben
In einem Impulsvortrag von Philipp Linsmeier vom THA_funkenwerk, der Gründungsberatung der Technischen Hochschule Augsburg, wurde die zentrale Rolle von Innovation für die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft beleuchtet und aufgezeigt, wie kreative Ideen und unternehmerisches Denken gezielt gefördert werden können. Besonders betonte er die Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit und den wertvollen Beitrag, den Studierende durch ihre frischen Perspektiven und innovativen Lösungsansätze leisten können.
Die Hochschul-Veranstaltung wurde bewusst in Nördlingen durchgeführt, um das Thema Fachkräfteausbildung und -sicherung in Nordschwaben in den Fokus zu rücken. Das Wirken in der Region ist für die Hochschulen und ihre Partner von zentraler Bedeutung – und der fruchtbare Austausch vor Ort sorgte bereits für weitere Ideen zu neuen Projekten. (dra)