Zum dritten Mal in Folge haben sich die Angels, trotz ihrer finanziellen Unterlegenheit, für die Playoffs der 1. DBBL qualifiziert. In der Best-of-Five-Serie der Viertelfinals treffen sie als Tabellenachter auf den Erstplatzierten Keltern. Die ersten beiden Partien finden in Keltern statt, Spiel 3 und ein mögliches viertes Spiel in Nördlingen. Sollte es zu einem entscheidenden fünften Spiel kommen, würde dieses erneut in Keltern ausgetragen werden. Bereits in der regulären Saison zeigte sich Keltern als harte Nuss für die Angels, die sich allerdings oft erst in den letzten Spielminuten geschlagen geben mussten. "Wir wollen das Spiel so lange wie möglich offenhalten", gab Coach Kuusi vor der Partie als Ziel aus. Die Begegnung begann, wie schon die bisherigen Saisonduelle der beiden Teams, mit einem intensiven ersten Viertel. Beide Mannschaften suchten konsequent den Weg zum Korb und nutzten Lücken in der gegnerischen Defensive. Viele Einzelaktionen prägten das Spiel, während schnelle Teamplays häufig in Fehlpässen endeten. Die Angels hielten gut mit, mussten jedoch kleinere technische Fehler hinnehmen, die Keltern zur 21:17-Führung nutzte.
Kelterns Coach Matea Tavic nutzte die erste Viertelpause, um Anpassungen vorzunehmen. Besonders die Defensive wurde aggressiver, was Nördlingens beste Spielerin, Nicole Fransson, mit harter Verteidigung unter dem Korb zu spüren bekam. Auch auf den Guard-Positionen stieg der Druck, sodass ein geordneter Spielaufbau erschwert wurde. Dennoch fanden die Angels immer wieder Wege zum Abschluss, hatten dort aber zunehmend Pech. Beim Halbzeitstand von 38:28 war alles im Lot. Der Start in die zweite Hälfte verlief denkbar schlecht: Fehlpässe und Ballverluste häuften sich, und Keltern hätte den Vorsprung deutlich ausbauen können, wären auch sie konsequenter im Abschluss gewesen. Doch nach zwei Auszeiten stabilisierten sich die Angels und konnten das Spiel weiterhin offenhalten. Besonders Nicole Fransson und Jayda Jansen übernahmen Verantwortung und hielten ihre Mannschaft im Spiel. Mit zehn Punkten Rückstand ging es ins Schlussviertel.
Hier zeigten die Angels noch einmal ihren Kampfgeist. Bis zum Ende boten sie dem Favoriten Paroli und hielten die Partie lange spannend. Letztlich reichte es jedoch nicht für die Überraschung. Einige technische Fehler weniger und etwas mehr Wurfglück hätten das Spiel vielleicht kippen können. Trotz der Niederlage haben die Angels bewiesen, dass sie als würdiger Gegner in die Serie gestartet sind. Bereits am kommenden Sonntag um 16:00 Uhr folgt Spiel 2 in Keltern, bevor es am 28.03. in Nördlingen zum dritten Duell kommt. (dra)
Für die Angels spielten: Nicole Fransson (11 Punkte, 11 Rebounds), Addison Stoller (5), Laura Schinkel (6), Chanel Ndi (4), Jana Koch (0), Jayda Jansen (17), Mariam Haslé-Lagemann (4), Lisa Bertholdt (7)
Keltern: Alex Wilke (21), Alex Kiss-Rusk (10), Mina Dordevic (26)